Aus Reichsalmanach

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Das Gebiet des Großherzogtums Geldern-Veldoril bildet den Ausgangspunkt des Heiligen Remischen Reiches Geldrischer Nation. Es ist somit der älteste und größte Teilstaat des Reiches. Zusätzlich ist der Herrscher Geldern-Veldorils gleichzeitig Schutzbefohlener des Dreibürgischen Kaisers, aber auch selbstständiger Herrscher über ein kleines Inselfürstentum bei Baghadescha – das Fürstentum Bragha, das seit dem 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Hardenbergern stand und schon sehr früh geldrianisiert wurde.

Geografie

Das geldrische Festland umfasst mit mehreren kleinen, zu Geldern gehörigen Inseln zusammen ungefähr 370.080km². Durchzogen wird der Staat vom Augustinermassiv. Der höchste Berg Geldern-Veldorils ist die Conradinsspitze (3.963 Meter). Die größte Stadt im gesamten Großherzogtum ist die Hauptstadt Vengard mit rund 8 Millionen Einwohnern auch im Umland. Weitere Großstädte sind Geldern-Stadt mit mehr als 3,5 Millionen Einwohnern und Königsberg mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern.

Geschichte

In diesem Werk wird der Anfang der Geschichtserzählung im 10. Jahrhundert gesetzt, da die Vorgeschichte bis etwa zu diesem Zeitpunkt an anderer Stelle der Vorstellung des Reiches bereits präsentiert wurde.

965 erkennen die ersten größeren Siedlungen in Veldoril, Winterlingen und Cronau die dreibürgische Oberhoheit an. 986 missionierte Alberich der Gelderner die heutigen Länder Geldern und Vengard sowie das ehemalige Rheinau. Seine Reise fing er in Geldern an, weswegen er heutzutage in Geldern-Veldoril noch immer als „Alberich der Gelderner“ bekannt und verehrt ist. 999 sollte ein großes Ereignis stattfinden, was die Region verändern sollte. Konrad I. rettet den Papst vor einem Mordkomplott aus ihm. Zum Dank krönt der Papst ihn im Jahre 1000 zum remischen Kaiser, da das alte Remische Reich nur noch als Republik existierte. 1006 stirbt Konrad I. Er übergibt das Reich allerdings gestärkt an seinen Sohn Konrad II., da dieses langsam flächenmäßig zu dem anwächst, was heute als Großherzogtum Geldern-Veldoril bekannt ist. 1021 stirbt auch Konrad II. in einer Schlacht gegen Rebellen, da sein Reich zwar groß, aber nicht unbedingt stabil war. Sein Bruder Sigismund krönt sich daraufhin zum Kaiser, obwohl Konrad einen Sohn hatte. Jedoch nicht dieser, sondern der Cousin des Sohnes von Konrad II., der Herzog von Rheinau, erkennt die Kaiserschaft von Siegismund nicht an. Der Konradinische Thronfolgekrieg bricht aus. 1043 verzichtet der Sieger des Thronfolgekrieges, der gemäßigte Harald von Sinderlingen, auf die Kaiserwürde. Allerdings tat er das unter der Bedingung, dass die neuen Kaiser immer durch die höchsten fürsten des Reiches in ihrem Amt bestätigt werden müssen. 1074 stirbt der letzte Kaiser der Konradinerdynastie als Karl I., genannt der Dreibürgener. Sein Gegenkaiser, Otto I., wird drch die Hohen Reichsfürsten als rechtmäßiger Kaiser anerkannt. 1145 wird der Kaiser Heinrich I. vom Papst beauftragt, Nordemar zu missionieren. Heinrich I. legt damit den Grundstein der Geldrianisierung in Nordemar, die besonders unter den Hardenbergern fortgeführt und sogar forciert wird. Heinrich fügt die Insel dem HRR bei, dessen Geschichte damit enger mit der Gelderns verknüpft wird. 1187 verfällt unter Konrad III. die Macht des Kaisers, was auch Geldern-Veldorils Staaten wieder mehr Freiraum gibt. Diese Situation zwang die Fürsten zu einer Lösung. Diesen Schritt unternahm Konrad III. 1190 mit der Einberufung des 1. Reichsrates, auf dem auch viele der geldern-veldorilischen Fürsten zugegen waren, um die Rechte des Kaisers und der Reichsstände zu definieren. Dies erledigten die Fürsten und der Kaiser im Ersten Reichsabschied, der Fürstenbulle. 1201 stirbt Konrad III. kinderlos, was das Ende der Henrikerdynastie bedeutet, die seit 1074 herrschte. Karl III. aus dem Hause Hohenstauffen wird vom Papst aufgrund seiner Teilnahme am Kreuzzug zum Kaiser gekrönt, was die Hohenstauffer an die Macht bringt und die Kaiserkrone von den Staaten des heutigen Geldern-Veldorils entfernt. Der erste Bürgerkrieg, der ganz Geldern-Veldoril überzog, sollte sich 1262 zutragen, als Friedrich I. einen Abschied des Reichstages nicht anerkannte. Der Reichstag wählt daraufhin Albrecht von Geldern zum Gegenkaiser, was auch die Kaiserkrone wieder näher bringt. Nordemar und Vengard erklären sich daraufhin loyal mit dem bisherigen Kaiser Friedrich I. Geldern und Rheinau erklären ihre Loyalität dem Reichstag. Die vier Mächte erklären je der Gegenseite daraufhin den Krieg. 1263 tritt auch das Königreich Lothian auf der Seite des bisherigen Kaisers in den Krieg ein, was Geldern in die Zange kommen lässt und Vengard, das zu der Zeit von den Hardenbergern beherrscht wird und sich erbittert wehrt, entlastet. 1264 stirbt der Gegenkaiser Albrecht I. dann bei Faring nahe Vengard. Jedoch konnten die reichstagstreuen Kräfte den Schutzwall um Vengard, der von den kampferprobten Nordemarern nun noch verstärkt war, nach langem Kampf durchbrechen. Kurz von Vengard kam es zur größten Schlacht des schlachtenreichen Krieges, zu der der eigentlich in Vengard sichere Kaiser gezwungen wurde, als die Kräfte des Reichstages die nordemarischen und vengardschen Verbände bei Faring vernichteten. Der Kaiser glaubte nun, mit seiner noch nicht erschöpften Armee die erschöpften und mit hohen Verlusten belegten Verbände des Gegners vernichten zu können. Dies zwang ihn, dem Gegner schnell und durch die Siegesgewissheit nicht genügend abgesichert entgegenzutreten. Die mehrtägige Schlacht, die vor allem die gute Taktik des Gegners und ein Hinterhalt zu Anfang erschwerte, verlor der Kaiser haushoch. Nach Vernichtung durch die reichstagstreuen Kräfte musste er eine Bulle unterschreiben, die die Kaiserwahl durch die fünf Kurfürsten, die mächtigsten Fürsten des Reiches, absicherte. 1467 ernennt Kaiser Wilhelm III. im Streit mit dem Papst einen Gegenpapst aus Geldern. Das papsttreue Dreibürgen besetzt daraufhin Geldern schon nach kurzer Zeit im Auftrage des Papstes. Kaiser Wilhelm III. muss dem Gegenpapst die Treue versagen, woraufhin dieser ebenfalls aufgibt. Am 30.7.1467 endet das Heilige Remische Reich mit der Abdankung und Hinrichtung Wilhelms III. Die Staaten des heutigen Geldern-Veldorils werden daraufhin als „Großherzogtum Geldern-Veldoril“ in das dreibürgische Reich integriert. Erst 1796 endet die dreibürgische Herrschaft über das Großherzogtum Geldern-Veldoril mit einer bürgerlich-liberalen Revolution. Dreibürgen will nicht gegen die gesamte Nation kämpfen und dann ein menschenleeres Land regieren, so die Propaganda der Revolutionäre. Es wurde rasch ein neuer Staat gebildet, der sich „Republik Geldern-Veldoril“ nannte. Staatschef war der auf 10 Jahre gewählte Präsident, Regierungschef der auf 5 Jahre gewählte Volkskanzler. Dem Adel sollte im Laufe der Zeit alles genommen werden. Der erste Präsident erhörte den Ruf nordemarischer Nationalsten nach Eigenständigkeit und entließ Nordemar in die Unabhängigkeit, allerdings wurde dort keine fünf Jahre nach diesen Geschehnissen wieder eine Monarchie errichtet, die der Republik Geldern-Veldoril nicht gut gesonnen war. In der Republik selbst kriselte es jedoch auch schon nach 10 Jahren, in denen sich schon statt einem gleich drei Präsidenten die Herrschaft übergaben. Nach dem Versuch der „Liberaldemokratischen Republik“, der führenden linksliberalen Partei, mit einem etwas harscheren Ton die Verhältnisse wieder zu begradigen, da die Bevölkerung aufgrund einer Ernährungskrise auf den Rat der Konservativen hörten, entglitt den Liberalen der Staat, den sie selbst schufen: 1806 war die „Liberaldemokratische Republik“ (LDR) grade beim Volk wieder sehr beliebt, die Ernährungskrise warf ihre Schatten voraus und die Wahlen von Präsident und Volkskanzler fielen auf einen Termin. Die Kandidaten der LDR – Robert Lauer für die Präsidentschaft, Volker Gradweg für die Kanzlerschaft - gewannen beide Wahlen sehr knapp. Aber grade wegen ihrer Politik der Härte wurden sie aufgestellt. Sie sollten das Ruder wieder rumreißen, was nach der Wahl umso deutlicher wurde. Doch während der Ernährungskrise wurde es immer deutlicher, dass die LDR dieses Problem nicht lösen konnte. 1808 stellte Präsident Lauer den Antrag auf Absetzung des Volkskanzlers Gradweg, um sich aus der Affäre zu ziehen, obwohl grade der Präsident die stärkere der beiden Institutionen war. Der Kanzler wurde allerdings abgesetzt. Eine Neuwahl stand an. Nach drei Wahlgängen wurde als erster Minderheitsvolkskanzler der Sozialist Norbert Ucken im Amt bestätigt und drei Monate danach noch im selben Jahr erneut auf Antrag des Präsidenten entlassen. Sein Nachfolger, der nationalliberale Friedrich Zweiberg, erhielt nach den letzten beiden „Desasterwahlen“, wie sie genannt wurden, ca. 75% der Stimmen im Volk. Präsident und Volkskanzler kamen nunmehr aus zwei verschiedenen Lagern und jeder bereitete des anderen Absetzung vor. Mehrmals wurde Friedrich Zweiberg auf präsidiale Anträge abgesetzt, aber durch Petitionen des Volkes wieder im Amt bestätigt. 1810 musste Robert Lauer den Kampf aufgeben, um sich auf seinen Wahlkampf vorzubereiten. Friedrich Zweiberg nutzte diese Zeit, um den Präsidenten während dessen Auslandsbesuchen als Staatsoberhaupt nur sehr schlecht zu vertreten. Dies ging – für heutige Leser merkwürdig – auf. Robert Lauer wurde nicht wiedergewählt und für die LDR kam alles viel schlimmer. Friedrich Zweiberg hat nämlich die Ernährungskrise bewältigt und so das Vertrauen des Volkes in die Nationalliberalen noch verstärkt. Hier ist nun der beschriebe Punkt, an dem der LDR ihr eigener Staat entglitt: Wegen der obengenannten Vorgeschichte wurde Konrad Groß ins Amt des Präsidenten gewählt. Er war Vorsitzender der Nationalliberalen Partei und zudem Graf. Friedrich Zweiberg und Konrad groß Graf von Farings Politik war dem Volke zugewandt und trotzdem nicht antiadlig, wie die bisherige Politik der Staatsführung. Es wurde nunmehr auch wieder vermehrt Kontakt mit Monarchien aufgenommen, vor allem zu Lothian und Nordemar. 1813 wurde Friedrich von Zweiberg auf eigenen Wunsch nicht wiedergewählt. Sein Nachfolger war Peter von Diegensee. Er und Konrad Groß regierten zwar mit eiserner Hand, aber effektiv, sodass ihnen zeitweilig – 1821 - sogar angeboten wurde, sich in einer Volksabstimmung sogleich für 10 weitere Jahre wählen zu lassen. Sie lehnten ab, was dem rechten Flügel der Nationalliberalen gar nicht gefiel. Sie verließen das Parlament, zettelten einen Aufstand an. Noch im gleichen Jahr wurden die Aufständischen niedergeschlagen und Präsident wie Volkskanzler stellten sich erneut der Wahl. Sie wurden für den Staatsstreich ihrer Parteikollegen abgestraft. Nun verloren die Liberalen den Staat ganz. Der Sozialist Herbert Raumannen wurde knapp zum Präsidenten gewählt. Genauso knapp allerdings wurde auch der ultramonarchistische Klaus von Pieten aus Rheinau zum Volkskanzler gewählt. Sie schlossen einen merkwürdigen Frieden, um zu verhindern, dass es wieder zu Ausschreitungen kommt. Sie vereinbarten, dass sie selbst und ihre Fraktionen nichts gegen die jeweils andere unternahm, was im Klartext Stillstand und lediglich Reformen aus dem Lager der LDR bedeutete. 1822 löste sich die LDR allerdings unter der Streitfrage auf, ob nun die Zeit für eine „Glorreiche Zweite Revolution“ gekommen sei, da man nun alle Feinde der Republik, auch die unter dem Mantel des Bürgertumes versteckten, erkannt habe. Es gründete sich die „Partei des Liberalismus“, die an der derzeitigen Ordnung festhalten wollte und die „Revolutionär-Sozialliberale Republik“, die nunmehr zur Rätedemokratie übergehen wollte. Beide Vereinigungen waren nicht mehr im Parlament vertreten. Im Parlament war damit Stille eingetreten, während die RSR offen zum Aufstand gegen diese Situation aufrief. Klaus von Pieten roch eine Gelegenheit und konnte Herbert Raumannen davon überzeugen, gegen die RSR militärisch vorzugehen. 1823 erst ist die letzte RSR-Hochburg gefallen und das Heer immer noch einsatzbereit. Zu spät bemerkte Raumannen, dass sich die Armee, die sich von sozialistischen Elementen entledigte, mit bezahlten Söldnern von Adligen zusammenschloss, anstatt diese zu bekämpfen, wie es ihm von von Pieten gesagt wurde. Sofort erhoben sich auch die Anhänger der Sozialisten, die nun das Ziel einer Revolution erreicht sahen und sich dank ihres Zahlreichtums schon siegen sahen. Friedrich Radebrecht Graf von Schönburg wurde zum Oberbefehlshaber der monarchistischen Truppen ernannt, während Klaus von Pieten in der Hauptstadt ergriffen und hingerichtet wurde. Innerhalb eines Monats wurden die Sozialisten besiegt. Graf von Schönburg ernannte sich selbst zum Reichsverweser und bereitete die Wiederkehr der Hardenberger an die Macht vor. Am 24. Dezember 1823 sollte es nach fünf Monaten der Reichsverwesung soweit sein. Eitel Alexander III. von Geldern wurde zum absolutistischen Großherzog von Geldern Veldoril gekrönt. Über Eitel Alexander IV. lässt sich nicht viel berichten, er herrschte in einer ruhigen Zeit, in der auch die Untertanen „ihren Platz anerkannten“, so die Worte eines mittlerweile unbekannten Adligen dieser Zeit. Die Ereignisse fangen erst 1861 unter Eitel Alexander V. wieder an, für Geldern-Veldoril höchst alarmierend zu werden: Am 12.04.1861 wurde die Festung Cöper Sand auf Hartenfels durch die lothianische Flotte beschossen. Nach dem Angriff rechtfertigte Edward V., der König Lothians, diesen durch seine Behauptung, der Großherzog von Geldern-Veldoril benachteilige und diskriminiere die Lothianer, die seit dem lothianischen Siedlungsprogramm im 12. Jahrhundert dort leben. Dies jedoch konnten Historiker bereits als eien Lüge herausstellen, die einen Krieg rechtmäßig darstellen sollte. Vermutlich ging es Edward mehr darum, ein Wiedererstarken Geldern-Veldorils zu verhindern; ein Szenario, das Lothian mehr als fürchtete, denn eventuell würde Geldern-Veldoril dann das Heilige Remische Reich wieder aufbauen. Dann wäre die Unabhängigkeit Lothians in Gefahr. Dies galt es zu verhindern. Beide Nationen hatten etwa 100.000 Mann unter Waffen, Edward jedoch rüstete auf. Eitel Alexander sah jedoch die Gefahr eines Krieges nicht. Er dachte, dass es bekannt sei, dass Eitel Alexander IV. seinen Staat in den Bankrott trieb und selbst viele Adlige auf Staatskosten lebten. Eitel Alexander konnte – selbst wenn er gewollt hätte – seine Armee nicht aufrüsten. Zudem war seine Armee noch nicht mit der Armee zu vergleichen, die Geldern-Veldoril im 20. Jahrhundert besaß. Zudem konnte Lothian den aufgrund der miserablen Staatsfinanzen am Boden liegenden geldrischen „Geheimdienst“ an der Nase herumführen und mehrere Agenten in der Feste Cöper Sand einschleusen, die plötzlich am Abend des 12. April 1861 das Feuer auf in der Nähe manövrierende lothianische Kriegsschiffe eröffneten. Nach der Beschießung waren alle Kriegsschiffe noch einsatztauglich und so wurde der Angriff auf die Feste gestartet. Die kleine Friedensbesatzung der Feste konnte dem nichts entgegenhalten und schon zwei Stunden später war Cöper Sand lothianisch. Erst Ende April konnte Eitel Alexander reagieren und zog seine Armee in Durochér zusammen. Am 1. Mai 1861 trafen beiden Armeen bei Blackbury Moor Castle aufeinander. Trotz der Überlegenheit in der Zahl konnte Lothian diese Stellung nicht nehmen und musste sich nach Lichtberg zurückziehen. Jedoch verfolgte Eitel Alexander sie nicht. Er musste wieder aufs Festland, da sich in seinem desolaten Staat woanders wieder Probleme anbahnten. Er überließ den Feldzug seinem General Albert Graf von Pawelitz. Dieser ließ die Armee an Ort und Stelle, damit sie sich von den Strapazen erholen könne und dann die „Reste der lothianischen Armee restlos aufreiben könne“, wie er in einem Brief schrieb. Unerwartet wurde er am nächsten Morgen von dem Ruf geweckt, dass Edward mitsamt seinen Truppen schlachtbereit kurz vor dem Kriegslager steht. In Cabbot Cove, einem Ort in der Nähe, bis zu dem man es noch schaffte, bevor die Schlacht entbrannte, musste man sich geschlagen geben. Man zog sich zurück, jedoch verfolgte Edward die fliehenden Geldrer. Bei Ferdinandsbrück konnte er sie einholen, Graf von Pawelitz glaubte daran, er müsse die Lothianer hier aufhalten, da Ferdinandsbrück viel zu nah am Festland liege. Und nach einer Stunde musste die bereits vor der Schlacht aufgeriebene und schlecht konditionierte Armee aufgeben und sich den Lothianern ergeben. Edward hatte alles erreicht und wartete nun auf ein Schreiben Eitel Alexanders, in welchem dieser die Kapitulation anbot. Es kam jedoch nichts. Als er selbst ein Friedensangebot nach Geldern schickte, wurde dies kategorisch abgelehnt. Eitel Alexander nutzte die Zeit seit dem Beginn der Schlachten auf Hartenfels, um sich bei einigen Adligen Kredite zu holen und so eine weitere Streitmacht aufzubauen. Diese war nun kampfbereit, wenn sie auch keine Elite darstellte. Auch wenige Soldaten der besiegten Armee konnten fliehen und kämpften in den neu ausgehobenen Milizen. Der im Siegestaumel unvorsichtig gewordene Generalstab der Lothianer setzte aufs Festland über und ließ sich in einen Hinterhalt bei Castres locken. Zwei Schlachten konnten die Lothianer danach noch gewinnen, bevor sie Niederlage nach Niederlage erleiden mussten. Einige Tage nach der Belagerung Durochérs am 21. Juli 1861 musste die lothianische Armee nach Hartenfels fliehen. Im Rest des Jahres tobte lediglich ein Seekrieg, bei dem einige Küstenstädte Lothians beschossen wurden und viele Schiffe auf beiden Seiten sanken. Jedes dieser Scharmützel brachte allerdings keine Veränderung der Gewichtung im Krieg. Erst 1862 kam es wieder zu Landgefechten. Eitel Alexander baute seine Armee immer weiter auf, das Geld holte er durch höhere Steuern wieder herein. Mit einer großen Armee landete Eitel Alexander 1862 dann auch auf ganzer Linie der Westküste an. Die ausgedünnten lothianischen Einheiten mussten fliehen und konnten Ferdinandswäldchen, Cöpenickund Ferdinandsbrück halten, mussten sich aber auf einen Stellungskrieg einlassen und waren dort gebunden. Eitel Alexanders Plan der schnellen Rückeroberung von Hartenfels schlug fehl. So setzte er alles auf eine Karte und fiel am 12. Februar 1862 in Lothian ein. Seine Armee, die er mitbrachte, war so groß, dass man denken konnte, er wolle ganz Lothian neu bevölkern, so sagten zumindest Lothianer, die er dafür bezahlte, dem König Lothians, der auf Hartenfels eingeschlossen war. Als der König dann wirklich Meldungen von Siegen Geldern-Veldorils in Lothian hörte, nahm er das Friedensangebot Eitel Alexanders an, der alles auf eine Karte setzte. In Wirklichkeit eroberte er lediglich kleine, unwichtige Küstenstädte, die er propagandistisch wichtiger machte. Seine Armee in Lothian war viel zu klein, um dem zu widerstehen, was sich einige Kilometer entfernt von ihr zusammenbraute: Das lothianische Militär zog eine riesige Armee zusammen, deren Ziel es war, den Großherzog gefangen zu nehmen. Hätte Edward das Angebot nicht angenommen, wäre Eitel Alexander höchstwahrscheinlich gefangen genommen worden. In Lothian ist Eitel Alexander V. sogar noch heute wegen seiner Hinterhältigkeit unbeliebt, in Geldern-Veldoril ist er ein oft zitierter Kriegsheld, der heute wohl die Meinungen im HRR spaltet. Der Frieden, den die beiden Monarchen schlossen, hielt jedoch an. Alle lothianischen Städte wurden an Lothian zurück gegeben, alle festlandgeldrischen Städte an Geldern. Auf Hartenfels wurde der Boden so verteilt, wie er zu Kriegsende verteilt war. Seine Armee musste Eitel Alexander wieder schrumpfen lassen und mit dem Verkauf der Beute, die er im Krieg machte, konnte er die Schulden, die er durch den Krieg machte, wieder herein holen, deshalb gibt es noch heute viele lothianische Kriegsantiquitäten in Geldern zu kaufen. Die Kriegsgefangenen wurden ohne Lösegeld auf beiden Seiten freigelassen. Erst ein Jahrhundert später schenkte Lothian seine Besitzungen auf Hartenfels wieder Geldern-Veldoril, ein Jahrzehnt nach dieser Schenkung sollte sogar ein Hardenberger den Thron Lothians besteigen. Catherine of Denbigshire hatte die Macht in Lothian an sich gerissen und zu ihrem Schutz einen Hardenberger, die schon Geldern-Veldoril und Nordemar beherrschten, auf den Thron gesetzt. Dies geschah 2007, kurz danach setzte dieser – übrigens ist von Ferdinand I. die Rede - Catherine aber wegen einiger Meinungsverschiedenheiten ab, formte Lothian so um, dass die eigentliche Entscheidungskompetenz beim „Herzog von Lothian“ lag. Diesen Posten besetzte er mit einem verdienten Mitglied der alten Herrscherfamilie, der Catherine die Macht entriss. Constantin wurde bald Großherzog von Lothian, dann König von Lothian. Ferdinand hat seinen Anspruch auf den Königstitel Lothians heutzutage mit dem Anspruch der alten Nordemarkönige vermischt. Ferdinand errichtete auch das Heilige Remische Reich Geldrischer Nation neu. Geldern-Veldoril ist heute Reichsland dieses Reiches und stellt den Kaiser. Außerdem reformierte er Geldern-Velrodil in eine moderne konstitutionelle Monarchie. Dies geschah 2006, als Geldern-Veldoril durch ihn 183 Jahre Absolutismus hinter sich ließ.

Politik

Geldern-Veldoril ist ein zentralistisch organisierter Staat. Das Land ist eine konstitutionelle Monarchie mit Zweikammernparlament. Eine ist die Bürgerkammer mit 61 allgemein, geheim, direkt und unmittelbar gewählten Volksvertretern. Die andere ist die Staatenkammer mit wechselnder Stimmanzahl (Zu der genauen Erklärung siehe „Staatsverfassung des Großherzogtums Geldern-Veldoril“, Artikel 6 „Die Staatenkammer“).